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Mi., 06. Jun. 2018

WM-Fußballer können aufatmen

PD Dr. Karsten Schulze geht davon aus, dass Profifußballer medizinisch optimal auf große Turniere vorbereitet werden. PD Dr. Karsten Schulze geht davon aus, dass Profifußballer medizinisch optimal auf große Turniere vorbereitet werden. Foto: Heiko Appelbaum

Hohe Vitalkapazität der Lunge hilft beim Tore schießen

Bad Lippspringe. Hat das Team mit der besseren Puste am Ende die Nase vorn? Bei der Fußball-WM muss innerhalb der Mannschaften alles stimmen. Kondition, Trainingszustand, mentale Stärke und auch die Lunge spielen eine Rolle.

PD Dr. Karsten Schulze, Facharzt für Innere Medizin und Pulmologie, Chefarzt an der auf Lungenheilkunde spezialisierten Karl-Hansen-Klinik in Bad Lippspringe, mahnt aber, den Ball sprichwörtlich flachzuhalten: „Wir können davon ausgehen, dass Hochleistungssportler medizinisch optimal auf große Turniere vorbereitet werden. Das gilt insbesondere für millionenschwere Profifußballer.“

Der Fußballsport ist für den menschlichen Körper hinsichtlich der Belastung eine besondere Herausforderung. „Das Wechselspiel zwischen hoher Ausdauer, die eine über 90 Minuten anhaltende Bewegung ermöglicht, und einer stets abrufbaren Spitzenbelastung bedeutet für Herz und Lunge ein stetiges Auf und Ab“, sagt PD Dr. Karsten Schulze.

„Die Lunge selbst lässt sich nicht durch Training vergrößern“, räumt der Chefarzt mit einer Fehleinschätzung auf. Sie folgt, da sie keine eigenen Muskeln besitzt, passiv den Bewegungen des Brustkorbes.

Das Lungenvolumen kann man also verbessern, indem man das Volumen und die Dehnbarkeit seines Brustkorbes trainiert.

Veränderungen des Lungenvolumens messen die Ärzte in der Lungenfunktionsuntersuchung. Die normale Kapazität einer gesunden Lunge umfasst bei erwachsenen Menschen rund 2,5 Liter. Leistungssportler können über 4 Liter Luft einatmen, was eine erhöhte Sauerstoffaufnahme zur Folge hat.

Voraussetzungen für das optimale Atmen sind eine Wirbelsäule mit umgebender Rippenstruktur in Idealform sowie ein gut ausgebildetes kräftiges Zwerchfell samt Atemhilfsmuskulatur im Brust-, Rücken- aber auch im Bauchbereich. Eine aufrechte Körperhaltung ist hier sehr förderlich.

Wer seine Atmung optimieren will, sollte klassische Atemübungen machen; auch Yoga sei geeignet.

Negative Auswirkungen hat in jedem Fall das Rauchen. „Erfolgreicher Leistungssport und Rauchen schließen sich – sportmedizinisch betrachtet – aus“, sagt PD Dr. Karsten Schulze. Und so sind nicht nur Profifußballer bestens beraten, wenn sie auf das Rauchen verzichten.

Tipps zur Atem-Leistungssteigerung für Zwischendurch:

  • Stellen Sie sich mit dem Rücken gerade an eine Wand. Atmen Sie bewusst zehn Mal tief ein und wieder aus.
  • Gezieltes Zwerchfelltraining: Atmen Sie zehn Mal stoßweise aus.

www.medizinisches-zentrum.de

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